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YouTube-Tipp: Reporting Lab Results - The Cause of, and the Solution to, the Overdiagnosis Problem

Alle, die immer dachten, dass die Ergebnisse von Laboruntersuchungen immer akkurat und aussagekräftig sind, müssen jetzt ganz stark sein: Sie sind es nicht. Das liegt nicht daran, dass Labore schlampig arbeiten - sondern bei der Interpretation gibt es eine Menge zu beachten. Das erklärt James McCormack sehr anschaulich bei einem Vortrag, der jetzt auf YouTube veröffentlicht wurde. Sehr sehenswert! Und wo ihr schon dabei seid: Noch mehr Vertiefung gibt es im "Best Science Medical Podcast" in den Folgen 352-354.





Lesetipp: Money for editors

Im September ist im BMJ eine aufschlussreiche, aber auch erschreckende Analyse erschienen. Ein kanadisches Autorenteam hat die finanziellen Interessenkonflikte der editors von US-amerikanischen Fachzeitschriften mit hohen Impact-Faktoren untersucht. Als editors wurden dabei alle betrachtet, die Entscheidungen im Hinblick auf die Annahme oder Ablehnung von Manuskripten treffen und gleichzeitig Ärzte sind und entsprechend einen Eintrag in der Open Payment Database haben.

Die Spanne war sehr breit, wie der Vergleich von Median und arithmetischem Mittel zeigt: Für allgemeine Zahlungen lag der Median bei 11 $, das arithmetische Mittel dagegen bei etwa 28.000 $. Forschungsgelder bekamen die editors median 0 $, im arithmetischen Mittel rund 37.000 $. Das meiste Geld hatten editors im Bereich der Endokrinologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Rheumatologie und Urologie erhalten.

Bedenklich war auch die schlechte Transparenz: Nur bei einem Drittel der untersuchten Journals gelang es den Auto…

Lesetipp: Die unterschiedlichen Ansätze der Zulassungsbehörden

In der letzten Folge der Evidenz-Geschichte(n) ging es um Publikationsbias am Beispiel von Grippemitteln (Neuraminidase-Hemmern). Eine wichtige Frage dabei war auch, warum die europäische und die US-amerikanische Zulassungsbehörde zu so unterschiedlichen Einschätzungen gekommen waren. Eine interessante Ergänzung dazu ist diese Analyse in "Health Research Policy and Systems", die die Bewertungen für Zanamivir näher beleuchtet. Die Autoren kommen dabei zu der interessanten Schlussfolgerung, dass es in diesem Fall einen Unterschied gemacht hat, dass die FDA die Daten noch einmal selbst auswertet und auch Statistiker hinzuzieht, die EMA regulär jedoch nicht. Tja...

YouTube-Tipp: Global Evidence Summit - Evidence in a post-truth world

Im September fand der Global Evidence Summit in Kapstadt/Südafrika statt. Er wurde gemeinsam von mehreren Organisationen veranstaltet, die sich für gute Evidenz und Evidenzsynthesen im Gesundheitswesen einsetzen. Inzwischen sind die Aufzeichnungen der Plenarvorträge online und besonders empfehlenswert ist die Session zu "Evidence in a post-truth world". Die Referentinnen beschäftigen sich damit, wie Rhetorik und Storytelling die Wahrnehmung von Evidenz beeinflussen, erzählen vom journalistischen Fact-Checking in Südafrika und berichten über den March of Science und die Ausbreitung von fake news in Social Media. Mehr Infos zu den Referentinnen gibt es auf der Übersichtsseite.



Podcast Evidenzbasierte Pharmazie im November

In der Rubrik „Evidenzbasierte Pharmazie in der Praxis“ gibt es wieder Hinweise zu verfügbaren evidenzbasierten Informationen für die Beratung in der Selbstmedikation. In der Reihe zu epidemiologischen Studien geht es dieses Mal um Tools zur Bewertung des Risk of bias in nicht-randomisierten Studien. Und weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im Blick „Über den Tellerrand“.







Podcast als MP3 downloaden


Links zu evidenzbasierten Informationen für die OTC-Beratung
Informationen auf gesundheitsinformation.de
* Was hilft gegen Erkältung?
* Vergrößerte HämorrhoidenNeues bei medizin-transparent:
* Mariendistel
* Homöopathische SportsalbeGute Pillen - Schlechte Pillen
* Gentests zum Ansprechen auf Antidepressiva
*Curcuma-Präparatearznei-telegramm
* Alternative Heilmethoden bei KrebsMehr Infos zu "Evidenzbasierte Pharmazie auf den Punkt" (Risk of bias-Tools für nicht-randomisierte Studien)
EUNetHTA-BerichtCochrane Risk of Bias-ToolsRoBANSLinks zu "Über den Tellerrand"
Wege …

Podcast Evidenz-Geschichte(n): Publikationsbias

Eine neue Episode der Evidenz-Geschichten ist online. Dieses Mal geht es um das Thema Publikationsbias. Hört sich trocken an? Das täuscht. Es ist ein Krimi um verschwundene Studien, verschwiegene Daten, fragwürdige Empfehlungen und hartnäckige Forscher. Aber hört selbst...



Die ShowNotes zu dieser Episode findet ihr wie immer auf der Podcast-Seite bei Podigee.

Hörtipp: The recommended dose

Seit Oktober gibt es einen neuen hörenswerten Podcast: "The recommended dose" von Cochrane Australia. Der Journalist und Wissenschaftler Ray Moynihan spricht mit verschiedenen Gästen über wichtige Themen aus dem Evidenz-Universum. Bisher gehört habe ich die Folgen mit Fiona Godlee (Chefredakteurin des BMJ) über die Rolle und Verantwortung von medizinischen Fachzeitschriften und mit Allen Frances (Psychiater und ehemaliger Vorsitzender der DSM-IV-Kommission) zur Überdiagnose psychischer Erkrankungen. Die dritte Folge mit Lisa Bero über Interessenkonflikte und den Einfluss von Firmen auf die Forschung liegt noch in meinem Podcatcher, aber die Beschreibung hört sich schon sehr spannend an.

Cochrane Australia hat für die Podcast-Episoden eine eigene Übersichtsseite erstellt und den Podcast auch auf verschiedenen Plattformen verteilt, so dass er leicht zugänglich ist. Wer am Wochenende noch etwas Zeit übrig hat, sollte unbedingt einmal reinhören!